Die beliebteste aller Sportwetten, die Fussballwette, ist heutzutage aus der Glücksspielbranche wohl nicht mehr wegzudenken. Vor allem in Deutschland und Österreich erfreut sich diese Wette unglaublicher Beliebtheit. Jährlich werden damit Milliarden umgesetzt. Ein wesentliches „Tool“, welches zur rasanten Verbreitung und enormen Beliebtheit der Fussballwette beigetragen hat, ist mit Sicherheit die Möglichkeit, in jedem Spiel mehrere Live Wetten platzieren zu können. Somit kann man zu jeder Zeit des Spiels auf so gut wie alles wetten. Wie viele gelbe Karten es geben wird, wer das nächste Tor schießt, in welcher Halbzeit wie viele Tore fallen, oder ob sich ein Spieler verletzen wird.
Dem langjährigen Fifa-Präsidenten Sepp Blatter ist dieser beliebte „Volkssport“ allerdings ein Dorn im Auge. Seiner Ansicht nach sollen Regierungen weltweit die Menschen von der Geißelung der Wettmafia befreien.
Da bei Fussballwetten eine Menge Geld im Spiel ist, sei dies ein gefundenes Fressen für die Mafia. Im Bereich des Strafgesetzes könne die Fifa allerdings mit eigenen Regularien wenig ausrichten, hier sei die Zusammenarbeit mit den Behörden gefragt. Es sei von besonderer Bedeutung, den Fussball auch außerhalb des Spielfeldes zu schützen.
Aufgrund der hohen Summen, die Jahr für Jahr in der Wettbranche umgesetzt werden, sei die Gefahr der Manipulation von Fussballspielen groß.
Blatter ging sogar noch einen Schritt weiter und forderte auch das Olympische Komitee auf, sich gemeinsam mit der Fifa für diese Belange einzusetzen. Seiner Ansicht nach sei nicht nur der Fussball, sondern alle Sportarten bedroht.
Gemeinsam mit Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke traf Blatter im „Home of Fifa“ in Zürich auf Fisas Aycela, Mitglied des Ausschusses für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments. Auch Sport-Berichterstatter waren anwesend.
Laut beidseitiger Angaben waren die Gespräche äußerst fruchtbar und man wolle in Zukunft verstärkt im gemeinsamen Interesse handeln.
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